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Frühling 2004: Gewalt und Gewaltlosigkeit

Die KiKo-Teilnehmerinnen und -teilnehmer waren am 25. März 2004 bei der Europäischen Mennonitischen Bibelschule, dem Ausbildungs- und Tagungszentrum auf dem Bienenberg bei Liestal zu Gast. Entsprechend dem mennonitischen Credo des Gewaltverzichts, wurde neben den aktuellen Infos aus den Werken und Verbänden das Thema "Gewalt" thematisiert.

Mehrstimmiger Chor
Es waren gleich zwei Verbände, die diesmal einluden, einerseits die Mennoniten und andererseits die Evangelischen Täufergemeinden (ETG), die gemeinsam das Ausbildungs- und Tagungszentrum auf dem Bienenberg bei Liestal betreiben. Pfr. Bernhard Ott, seit 1980 auf dem Bienenberg und seit 1984 Schulleiter, blickte zurück auf Ende der 70er Jahre, als die KiKo damals noch als "Arbeitsgruppe Jugend" der Evangelischen Allianz startete. Er hob die Langzeitwirkungen der Verbindungen und Netzwerke in dieser Arbeitsgruppe hervor. Die KiKo sei vergleichbar mit einem mehrstimmigen Chor, wo jeder seine eigene Stimme singe, sich aber auch eingebe und auf den anderen hören würde.
Die anschliessende Vorstellung der "mennonitischen Stimme" von Pfr. Bernhard Ott ist hier kurz skizziert: Die mennonitische Stimme.

Austauschplattform an der KiKo

Material und Ideen
Die Infos aus den Werken und Verbänden förderten wieder eine Vielfalt von Ideen und gutem Material für die christliche Kinderarbeit zu Tage. Da war die Rede von Evangelisationsbroschüren, gestrickten Bibellesehandschuhen, Lego-Andachten für Kinder, Kinder-Camps, Kinderkassetten usw. Um das viele gute Material auch noch näher an die Basis zu bringen, wurde beschlossen, am 22. Januar 2005 eine KiKo-Materialbörse für Kindermitarbeiter/innen durchzuführen. Ein Vorbereitungsteam hat die Arbeit dafür aufgenommen.

Gestrickter Bibellesehandschuh

KidsGames im 2006?
Weiter gab's Infos von der weltweiten Initiative "KidsGames" (www.sportsoutreach.org), wo Sport, Spiel und Evangelium miteinander verbunden wird. Im deutschsprachigen Europa ist ein provisorischer Durchführungstermin während der Fussball-WM 2006 (Juni/Juli) vorgesehen. Die "KidsGames" sollen ganze Familien erreichen und sind lokal verankert mit regionalen oder nationalen Schlussveranstaltungen. "Nur noch 5% der Kinder hören vom Evangelium", war eine Stimme, welche die Wichtigkeit von solchen flächendeckenden Aktionen hervorhob. Im Welschland starten die französischen "KidsGames" dieses Jahr vom 8. bis 14. August (www.KidsGames.ch). Ob sich im 2006 auch die Schweiz beteiligt ist zurzeit bei den Kinderorganisationen in Abklärung.

Referat zum Thema "Gewalt und Gewaltlosigkeit"
Am Nachmittag sprach Andreas Hofer zum Thema "Gewalt und Gewaltlosigkeit getreu dem Motto, "Freuen dürfen sich alle, die Frieden schaffen ..." und "Shalom, das Projekt Gottes!" Es ginge darum, in intakten Beziehungen zu leben, mit Gott, untereinander und mit der Schöpfung. Wenn die Frage "Freust du dich, wenn du mich siehst?" mit "ja" beantwortet werden könne, dann sei Frieden, betonte der Referent. Dabei soll hier der christliche Glaube nicht abstrakt, sondern konkret werden, mit echten Antworten.

In praktischen Beispielen erläuterte Andreas Hofer die drei Ebenen von friedensfördenden Beziehungen gerade auch in der Kinderarbeit:
-- Beziehung zwischen Gott und den Menschen: Gebet, Singen, Ruhe (Zimmerstunde), Gott so vielfältig erleben lassen, wie er auch ist.
-- Beziehung zwischen Menschen: Haben wir gut gelernt zu streiten? Viel im Gespräch sein, ganzheitlich erleben (Familienkonferenz), einander zuhören, lernen einander zu verstehen, zu akzeptieren, zusammen spielen -> nicht nur Konkurrenzspiele. Den Mut haben, Stellung zu nehmen, Orientierung geben. Nicht beim Neinsagen bleiben (z.B. TV-Konsum), sondern Alternativen schaffen. Die Kreativität der Kinder wird häufig unterschätzt (Kinder verhalten sich auch ihrem positiven/negativen Umfeld entsprechend).
-- Beziehung zur Natur: Staunen lernen, Erlebnisse in der Natur machen; lernen, achtsam zu sein; mit einem Dreijährigen einen Waldspaziergang zu machen eröffnet zum Beispiel ganz neue Blickwinkel; säen, ernten.
Präventiv leben, heisst zu schauen, was denn FRIEDE ist, der Focus muss weg gehen von der Gewalt auf den Frieden.
In einer Kurzgeschichte verdeutlichte Andreas Hofer das Gesagte und plädierte dafür aus dem Blickwinkel von Jesus stets zuerst das Gute und Schöne zu sehen ...

Manuskript des Referats mit Kurzgeschichte usw. runterladen (PDF, 28 kb)

Text: Niklaus Mosimann, 2004.

Kontakt: Die Adresse des Referenten kann erfragt werden unter:

(bitte 'AT' und 'PUNKT' im Mailprogramm entsprechend ersetzen)