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Herbst 2007: Die Handschuhe Gottes zu Besuch im Altersheim |
Am 22. November 2007 besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kinder-Kommission (KiKo) das Alters- und Pflegeheim der Vereinigung der Freien Missionsgemeinden VFMG in Rubigen. Nebst einem Rundgang durch das ganze Areal und den Projektvorstellungen der verschiedenen Werke lernten die Mitarbeitenden, dass es wichtig ist ein Handschuh Gottes zu sein.
1967 kam es zu einer Spaltung in der Schweizer Brüdergemeinde: Es entstand eine Gruppierung von Leuten, die sich zu einem neuen Verband zusammenschloss – der Vereinigung Freier Missionsgemeinden. Mittlerweile gibt es 48 Freie Missionsgemeinden in der ganzen Schweiz. Die VFMG ist, wie es der Name schon sagt, ein Missionswerk, das sich auf den Missionsbefehl in der Bibel beruft (Matthäus 28, 18-20). In diesem Jahr feiert die VFMG ihr vierzigjähriges Bestehen. Passend dazu wurde die Kinder-Kommission vom Kinderverantwortlichen Thomas Leuenberger ins Alters- und Pflegeheim Wydenhof der VFMG eingeladen.
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Gemütliches Zuhause mit Blick auf die Alpen
Das Alters- und Pflegeheim Wydenhof in Rubingen bietet 45 betagten Menschen ein gemütliches Daheim, um ihren Lebensabend zu geniessen. Gewohnt wird in zwei Häusern: Das ältere Gebäude "die Villa" – wie sie genannt wird – steht unter Denkmalschutz. Sie bietet auf mehreren Stöcken gemütliche Zimmer im etwas älteren, vornehmeren Stile. Einzig ein neu eingebauter Glas-Metall-Fahrstuhl lässt die Moderne einfliessen. Im zweiten Gebäude befindet sich ein Restaurant, ein gemütliches Café, das auch für Besucher genug Platz hat und natürlich eigene Schlafräume für die Bewohner. In den oberen Stöcken reihen sich helle, grosse Zimmer. Von beiden Wohnhäusern aus hat man eine atemberaubende Sicht auf die nahen, schneebedeckten Alpen. Zum Areal gehört nebst einem schön bepflanzten Garten auch ein kleines Haus mit Küche und Atelier. Darin sollen die Bewohner die Möglichkeit haben, ihre Kreativität, ihre Gaben und Talente einzubringen. So entstehen dort unter anderem auch die Tischdekorationen für die Cafeteria.
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"Nicht du für Christus, sondern Christus durch dich"
Eckhard Kohl, vor kurzem zurückgetretener Jugendsekretär der VFMG, hielt am Nachmittag ein Kurzreferat zum Thema "Nicht du für Christus, sondern Christus durch dich". Er erzählte den Mitarbeitenden die Geschichte von Major W. Ian Thomas, der einst während seiner Studienzeit durch seine vielen Aufgaben so ausgelaugt und erschöpft war, dass er seine Arbeit aufgeben wollte. In dieser Zeit sprach Gott zu ihm: "Sieben Jahre hast du aufrichtig und ehrlich versucht, dein Leben für mich zu leben. Sieben Jahre habe ich darauf gewartet, mein Leben durch dich zu leben!" Nicht die Menschen für Christus, sondern Christus durch sie! Eckhard Kohl versuchte die Kindermitarbeitenden vom Druck zu befreien, dass es ihre Verantwortung sei, dass Kinder und Erwachsene zum Glauben kommen.
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Selbst die Jünger glaubten nicht
Nachdem Jesus von den Toten auferstanden war, ist er den Frauen und zwei Jüngern erschienen und hat diese beauftragt, es den anderen Jüngern weiterzusagen. Aber glaubten diese, was ihnen die Frauen und Jünger erzählten? Nein! Erst als Jesus persönlich vor ihnen stand, glaubten sie. "Ist es also verwunderlich", fragte Eckhard Kohl, "wenn selbst die Jünger, die Jahre lang an Jesu Seite waren, täglich seine Worte hörten und seine Wunder selbst miterlebten, trotzdem nicht daran glaubten, wenn die Menschen 2'000 Jahre nach Christus nicht an das glauben, was Christen ihnen sagen? Christen alleine können die Menschen nicht zum Glauben bringen", ist Eckhard Kohl überzeugt, "das kann nur der Heilige Geist - und der lebt in ihnen."
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Werkzeug oder Handschuh
In der Bibel in Johannes 14, 23 steht die Aussage von Jesus Christus: "Wer mich liebt, wird sich nach meinem Wort richten; dann wird ihn mein Vater lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen." Gott selbst und sein Sohn wohnen in der Person des Heiligen Geistes in jedem, der an ihn glaubt und sein Wort befolgt. Eckhard Kohl verdeutlichte es an einem Beispiel: "Stellt euch vor, jeder von uns wäre ein Handschuh. Ein Handschuh kann von sich aus nichts machen. Steckt man aber die Hand hinein, kann man damit arbeiten, formen, verändern – etwas bewirken. Ohne Hand kann der Handschuh nichts. Das ist dasselbe wie bei uns Christen: Wir können den Menschen noch so oft die Botschaft von Jesus weitergeben, wenn aber der Heilige Geist nicht in uns wohnt, können wir nichts (oder nur wenig) bewirken." Er begründete es mit dem Bibelvers Johannes 15, 5: "Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, bringt reiche Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten". Und in Johannes 14, 23 ist über Jesus nachzulesen: "Wer mich liebt, wird sich nach meinem Wort richten; dann wird ihn mein Vater lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen." Gott selbst und sein Sohn Jesus Christus wohnen in der Person des Heiligen Geistes in den Jesusnachfolgern. Alleine er könne die Herzen der Menschen berühren und sie glauben lassen, versuchte Eckhard Kohl den KiKo-Teilnehmern zu verdeutlichen.
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Gott wirkt auf ungewöhnliche Weise
Dass Gott oft durch Dinge wirkt, die nicht geplant sind, illustrierte Eckhard Kohl durch die Geschichte eines Pfarrers: Ein Pfarrer erklärte einst einem Mädchen wer Jesus ist und was er für die Menschen getan hat. Das Mädchen hörte gespannt zu, während der Pfarrer sein Bestes gab, um das Mädchen zu "bekehren". Jahre vergingen, in denen der Pfarrer nichts mehr von ihr hörte. Eines Tages erhielt er einen Brief, in dem sie schrieb, dass ihr durch ihn bewusst wurde, dass Jesus lebt. Der Pastor war voller Freude und wollte natürlich wissen, was er denn speziell Überzeugendes gesagt hätte. Das Mädchen schrieb, dass es ihr bewusst wurde, weil er während des ganzen Gesprächs mit seinen Händen – immer und immer wieder – ein Kreuz in die Luft gezeichnet hatte. Diese wahre Geschichte zeige, dass man als Christ noch so viel sagen und tun könne, aber nur Jesus fähig sei, dabei die Herzen der Menschen zu berühren. Gott wolle die Menschen brauchen, so wie er auch den unbrauchbaren Pfarrer gebraucht habe, sagte Eckhard Kohl. "Dafür müssen wir aber Gottes Liebe in unserem Herzen tragen". Gott wolle von ganzem Herzen, von ganzer Seele und ganzem Gemüt geliebt werden (Matthäus 22, 37), darum: "Lasst uns ein Handschuh sein, in dem die Hand Gottes steckt, damit Jesus durch uns wirken kann." |
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