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Herbst 2009: Die Kinderkommission wächst

Am 26.11.09 lud das Jugendhaus Seewis (JHS) die Mitarbeiter der Kinderkommission (KiKo) zum zweiten KiKo-Treffen im 2009 ein.

Das Jugendhaus Seewis liegt hoch oben in den Bündner Bergen. Marcel Schnell ist Mitglied der Jugendhaus-Leitung und führte die KiKo-Mitarbeiter auf einen Rundgang durchs Areal. Dabei gab es einiges zu entdecken: Ein grosser Kinderspielplatz mit Schwimmbassin, eine Spielwiese, Pingpong-Tische, Fussballkästen und natürlich die herrliche Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Das Jugendhaus Seewis ist gewachsen: Ursprünglich bestand es nur aus einem Chalet, das als Massenlager genutzt wurde. Heute sind es 3 Häuser – und weitere folgen: Aktuell wird ein Mitarbeiterhaus gebaut und die Verantwortlichen beten dafür, dass noch vor dem grossen Schnee das Dach fertig gestellt werden kann. Marcel Schnell träumt bereits von einer nächsten Investition: von einem Hallenbad.


Ferienort für alle
Das Jugendhaus ist ein Ferienort für Klein und Gross und bietet ein breites Angebot: Familienfreizeiten, Kids- und Teenscamps, Jugendcamps, Kurzbibelschulen, Seminare oder 'Wochen der Stille'. Neben der Erholung steht auch immer im Zentrum, dass die Gäste zu einer lebendigen Beziehung zu Jesus finden und in ihrem Glauben wachsen können. Dabei haben Gemeinschaft und die Bibel einen grossen Stellenwert. Wenn sie gerade nicht selber Freizeiten durchführen, steht das Haus auch externen Gruppen zur Verfügung.


Zuwachs
Nach der Führung ging's ins renovierte Hauptgebäude, wo jeder seine Schuhe gegen Pantoffeln austauschte. In denen begaben sich die Kindermitarbeiter in den Vortragssaal, wo mit der Bibelstelle aus 1. Thessalonischer 4, 15-17 begonnen wurde. Die Arbeit der Kindermitarbeiter soll nicht nur fokussiert sein auf diese Welt, sondern auch auf die Welt, die noch kommt, wenn Christus wiederkommt. Mit diesen Worten sollen sich die Kindermitarbeiter ermuntern und trösten.
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wächst – auch die KiKo-Runde: Neu ist das Hilfswerk "Compassion" dabei. Seit dem 2. Februar ist Compassion nach der Westschweiz nun auch in der Deutschschweiz präsent. Compassion hilft durch Patenschaften mittellosen Kindern aus der Armut zu entkommen. Derzeit ist Compassion in 25 Ländern aktiv und bereits mehr als 1 Million Kinder wurden vom Hilfswerk bisher unterstützt. Compassion will die Hoffnung von Jesus Christus mit einem Kind teilen und ihm die Möglichkeit geben seine Welt zu verändern. Das Thema "Armut" geht auch Kinder etwas an, deshalb präsentierte Compassion das Themenheft "Cool – durch Teilen mehr bekommen" (Gerth Medien). Kindermitarbeiter erhalten darin Anregungen zu Themen wie "Teilen lernen", "Wert der Freundschaft" und "Kinder der Welt entdecken".
Neue Projekte, Stellenangebote und weitere Neuigkeiten der KiKo-Teilnehmer sind am Ende dieses Berichtes in der Zusammenfassung der Infos zu finden.


Das Jugendhaus Seewis erlebt Wunder
Nach Kürbissuppe, Salat, Teigwaren mit Carbonara und Eistorte ging es auf Besichtigungstour durch die vielen Räume des Hauptgebäudes: Zuerst in den Bücherladen, dann hoch in ein Gästezimmer und zu weiteren verschiedenen Gruppenräumen. Wieder runter in die Turnhalle und den Fitnessraum, hoch in die Cafeteria und den Speisesaal und zum Schluss in den Keller, wo sich der Tischtennisraum befindet.
Zurück im Vortragssaal ist Ruedi Schnell, Gründer und langjähriger Leiter des Jugendhaus Seewis, zur Gruppe dazugestossen. Er erzählt vom Beginn seiner Arbeit und wie alles grösser wurde. Er hat in seinem Leben viele Wunder Gottes erlebt: All die vielen Helfer, finanzielle Unterstützung und besonders wichtig für ihn, die Menschen, die in der Geschichte des Jugendhauses zu Jesus fanden. Doch bloss weil Ruedi Schnell die Leitung des JHS abgegeben hat, heisst das für ihn nicht, dass er sich nun zurückzieht, um sein Leben als Pensionierter zu "geniessen. "Pensionierte, die nur noch für ihre Ferien in Übersee leben, sind eine Tragödie", findet er. Bei ihm wurde das Brennen für Jesus mit der Pension nur noch stärker, sagt er. Nun hat er Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.


Zeit für die Mitmenschen
Ruedi Schnell ermutigt die Kindermitarbeiter wieder Jesus und seine Botschaft ganz ins Zentrum ihrer Arbeit zu stellen. Das Programm sei nicht entscheidend. Er erinnert sich, dass er oft blind durchs Leben ging und seine Mitmenschen nicht sah. Heute zählt für ihn die Liebe für den Nächsten. "Wir können noch so viel leisten, wenn unser Herz nicht für die Menschen schlägt, nützt es wenig", sagt er und zitiert Altbundesrat Adolf Ogi: "Man muss Menschen mögen."
Für ihn zählt deshalb heute: Den Nächsten sehen, Interesse zeigen und Zeit für ihn haben. Er könne es sich nicht mehr leisten, die Gelegenheiten zu verpassen, die Gott ihm gibt, um dem Menschen von Jesus, seiner Liebe und Kraft zu erzählen. Immer auch in der Hoffnung, dass dieser Mensch Gott erfährt und zum Glauben an Jesus Christus kommt.


Geistliche Munition in der Tasche
Zu Hilfe nimmt er "geistliche Munition". Das sind Bücher wie "Jesus Christus unser Schicksal" (Wilhelm Busch) oder "Fussball, das Spiel des Lebens" (Andreas Alt, Wolfgang Bühne), die CD "frei zum läbe" und die Schweizer DVD "More than chocolate and cheese" (Campus für Christus). "Diese Schüsse" trägt er stets bei sich und verteilt sie bei jeder Gelegenheit: Wie zum Beispiel der Kassiererin an der Einkaufskasse im Migros, einem Jungen im Zug oder einem Motorradfahrer auf dem Pannenstreifen.
So ist es nur folgerichtig, dass Ruedi Schnell am Ende des Treffens den Kindermitarbeitern nebst einer ruhigen Rückreise auch offene Augen für die Menschen wünscht, denen sie täglich begegnen.

// Liste der Werke und Gemeindeverbände
// Aktualisierte Liste mit Anbietern von Kinderwochen

Infos vom KiKo-Treffen runterladen (PDF, 210 kb)



Text: Beat Grob ist Praktikant bei bvMedia Christliche Medien
Fotos: Janine Anliker