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Herbst 2011: Lagerluft schnuppern im Camp-Rock

Am 24. November 2011 quetschten sich die Teilnehmer am Treffen der Kinder-Kommission (KiKo) in einen kleinen Lagerbus und fuhren in alter Campmanier zum Camp Rock nach Bischofszell.

Wie die jungen mussten auch die erwachsenen Camper die Schuhe aus- und die Hausschuhe anziehen. So die Hausregeln im Camp Rock. Hier werden jährlich sieben Kinder- und fünf Teenagerlager durchgeführt. 90 Camper und 18 Leiter wohnen da jeweils unterm Dach. Zu den Jugendcamps kommen Frauenwochen und Generationen-Camps, in denen Kinder mit ihren Eltern Ferien machen. Ausserhalb der Schulferien steht das Gebäude zudem für Gruppen offen.

Andi Salathé und Lars Diem präsentieren Camp Rock


Auf Erkundungstour
Lars Diem, langjähriger Mitarbeiter des Camp Rock, führte durch die drei Haus-Etagen. Und da konnten die KiKo-Mitarbeiter nur staunen: Saubere Wände, keine Signaturen oder Kritzeleien – fast wie neu, sieht das 1994 gebaute Gebäude aus, das früher eine Scheune war. Doch von nichts kommt nichts, die Leiter sind regelmässig am Streichen und Reparieren, wie Lars Diem erklärt. Die Schlafräume sind ausgerüstet mit mehreren Kajütenbetten und einem separaten Bett für den Zimmerleiter. Kleines Detail: Alle Zimmer sind nach amerikanischen Staaten benannt. Im „MC Rock“, der hausinternen „Beiz“, können die Besucher Drinks und Schleckereien kaufen – Energiedrinks sind tabu und Cola ab sechs Uhr nicht mehr an der Theke erhältlich.

Wunder auf dem Dachboden
Weiter geht’s die Treppen hoch, vorbei an Billiardtisch und Fussballkasten, rein ins Dachgeschoss, dem „Grand Canyon“, einem grossen Raum mit Bühne. Hier werden während den Camps Inputs gehalten, Anbetungszeiten durchgeführt und verschiedenste Workshops angeboten. Dabei gilt: „Alles ist freiwillig – jedes Kind darf sich für oder gegen etwas entscheiden“, sagt Lars Diem. Wer nicht an den Workshops über Bibellesen und andere geistliche Themen teilnehmen will, hat beim grossen Freizeitangebot viele Möglichkeiten: „Schlüchle“ auf dem Fluss, Theater, Volleyball, Basketball, Abseilen, Fahrrad fahren, Überwindeseilparcours in den Bäumen, Pfeilbogen basteln, Malen, und vieles mehr.
Egal, was gerade auf dem Programm steht – Gott steht im Camp Rock im Mittelpunkt: „Wir sind hier, damit wir den Kindern von Jesus erzählen können“, sagt Lars Diem. Das Camp Rock sei ein Ort, wo die Kinder Gott erleben können. Und davon kann Lars Diem einige Geschichten erzählen: Füsse die nachwachsen, Menschenherzen, die verändert werden und Vergebung, die ausgesprochen wird.

KiKo-Mitarbeiter am "töggelen"


Camp-Geschichten
Andi und Esther Salathé eröffneten 1994 das Camp Rock. Jugendliche aus christlichem Elternhaus und solche, die noch nie etwas von Gott gehört haben, finden hier ein Zuhause, öffnen ihre Herzen und erzählen ihre Geschichte. Und da hat Andy Salathé schon viel Trauriges erfahren: Kinder mit zerrütteten Familienverhältnissen, Missbrauch und Angst. Kinder, die im Camp sind, damit sich die Eltern in der Zwischenzeit trennen können. Aber auch schönes: Jugendliche, die ihren Eltern vergeben, die Gott in ihr Herz schliessen und Wunder erleben. „Es wird immer schwieriger die Jugendlichen zu lieben“, sagt Andy Salathé. „Darum ist es umso wichtiger, dass Gottes Liebe durch uns zu ihnen fliesst.“ Gott sei es nicht egal, wie es den Kindern gehe.

Die KiKo verändert sich
Am Nachmittag beschlossen die KiKo-Mitglieder, dass es in der Frühlingssitzung künftig stark um Weiterbildung und in der Herbstsitzung vor allem um Materialvorstellungen und Werksinformationen gehen wird. An jedem Treffen soll es auch eine intensive Zeit des persönlichen Austausches und Gebets geben. Es wurde beschlossen, dass Ehepartner oder Leute, die einem nahe stehen, mit an die Treffen kommen dürfen. Nebst weiteren Änderungen und Vorschlägen, werden künftig die KiKo-Treffen verlängert und dauern von nun an bis ca. 16:30 Uhr. Weiter wurde die KiKo-Materialmesse auf alle zwei Jahre festgelegt. Nächster Durchführungstermin ist der 19. Januar 2013.

Samuel Börner macht sich für die Themendiskussionen bereit


Kurzinfos zu den Werken

Adonia
Der „Get Ready“-Glaubensgrundkurs ist aufgeschaltet: Im interaktiven Glaubenskurs erfährt man in 11 Themen viel Wichtiges für den Glauben und Alltag. Der online Glaubensgrundkurs eignet sich für ältere Kinder und Teens ab 13 und wird betreut.
www.getreadykurs.ch

Bund Evangelischer Schweizer Jungscharen (BESJ)
Barbara Pfister plant im Rahmen der AGIK („Arbeitsgemeinschaft für interkulturelle Zusammenarbeit“ der Schweizerischen Evangelischen Allianz) zusammen mit der Organisation „Christen begegnen Muslimen“ eine Arbeitsgruppe zum Thema „Migrantenkinder und -jugendliche erreichen“ und „Leiter im Bereich Migrantenkinder unterstützen“. Wer ebenfalls mit dieser Thematik konfrontiert ist, melde sich bitte bei (bitte 'AT' und 'PUNKT' im Mailprogramm entsprechend ersetzen).



Text: Janine Anliker
Fotos: Felicia Löffel ist Praktikantin bei bvMedia Christliche Medien