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11.2.2010 // Wer erzählt heute noch die biblischen Geschichten?

Die Thematisierung des Glaubens in den Kindergärten ist wichtiger als die Polemik um Hexengeschichten. Davon ist die Schweizerische Evangelische Allianz in einer Stellungnahme zu einem Artikel in der Gratiszeitung "20 minuten" überzeugt.


„Nicht Muslime machen uns Kindergärtnerinnen das Leben schwer, sondern radikale Christen“, zitierte dieGratiszeitung "20 minuten" am 5. Februar eine Kindergärtnerin. Dies, weil Kindergärtnerinnen angeblich unter Druck gesetzt würden, wenn sie im Kindergarten Hexengeschichten erzählen oder Fastnachtsbräuche pflegen.

Kindern die Glaubensthemen nicht vorenthalten
Nicht die wohl eher vereinzelt vorgebrachte Kritik an Hexengeschichten, Zaubersprüchen oder Fastnachtsbräuchen im Kindergarten macht das Leben schwer, meint dazu die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA). Schwerer wiege für 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer, welche sich als Christen bezeichnen, vielmehr die Tatsache, dass heute vielerorts in Kindergarten und Schule angeblich aus Rücksichtnahme immer weniger die traditionell religiösen Themen zur Sprache kommen. In einem Land, das sich einer christlich geprägten kulturellen Vergangenheit bewusst ist, den Kindern diese Themen vorzuenthalten, scheint der SEA der falsche Weg zu sein. Für junge Menschen stelle die Auseinandersetzung mit zentralen Fragen im Zusammenhang mit dem Glauben und das Kennenlernen von Glaubensinhalten wichtige Entwicklungsschritte dar.

Religiöse Grundkenntnisse gehören zur Lebensschule
Die Verantwortung sieht die SEA zuerst bei den Eltern, ihren Kindern die biblischen Erzählungen weiterzusagen oder ihnen den Zugang zu einer Sonntagsschule zu ermöglichen. Leider würde diese Verantwortung immer weniger wahrgenommen. Die SEA bedauert den damit zusammenhängenden Verlust eines wichtigen religiösen und kulturellen Wissens sehr. Denn Religion und Glaube würden von den meisten Menschen nicht abgelehnt. Die persönliche Auseinandersetzung damit werde aber immer schwieriger, weil das nötige Wissen um die Grundlagen fehle. Umso nötiger scheint der SEA, dass in den Schulen der Glaube frei und unverkrampft thematisiert werden kann. Die SEA ist überzeugt, dass die meisten Lehrerinnen und Lehrer durchaus zwischen einem freien, ehrlichen Gespräch und unzulässiger Beeinflussung unterscheiden können.

Den ursprünglichen Text, auf den sich die Stellungnahme bezieht, ist hier zu finden: http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/18808000


Quelle: Schweizerische Evangelische Allianz Deutschschweiz
Bild: pixelio.de Hajo Rebers


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