"An vielen Orten treffen wir zurzeit wertvolle Anregungen an für das Jahr der Stille, das mit dem Advent 2009 begonnen hat", schreibt Sabine Jäggi. Angesprochen hat sie als Kinderverantwortliche folgender Abschnitt aus dem Jahr der Stille-Ideenheft:
"Oft fällt es schwer, das Tischgebet im Familienalltag bewusst zu beten und zugleich einen Moment inne zu halten, bevor die Mahlzeit eingenommen wird. Aus diesem Grund haben wir ein Experiment gestartet: Vor unserem Tischgebet halten wir bewusst 30 Sekunden Stille – und das mit vier Kindern im Alter von ein bis sieben Jahren!
Anschliessend beten oder singen wir 'Jedes Tier hat sein Essen, jede Blume trinkt von dir, hast auch uns nicht vergessen, lieber Gott, wir danken dir', (z. B. auf die Titelmusik von Jim Knopf). Alternativ beten wir 'Alle guten Gaben …' zum Klatschrhythmus von 'We will rock you'. Das Gebet, das in diese Stille hinein gesprochen wird, klingt anders, wird von uns allen anders gemeint und auch von den Kindern anders erlebt: Als ein Moment der Besinnung, dass alle guten Gaben von Gott kommen und dankbar entgegen genommen werden können. Nicht immer gelingt es, manchmal lachen wir oder die Kinder in die Stille hinein. Aber wenn es gelingt, bereitet uns die Stille auf die Begegnung mit Gott vor."
(Dr. Christian Brenner, Leiter des Bibellesebundes in D-Marienheide)
"Kürzlich habe ich von Leiterinnen einer Arbeit mit Kindern gehört, dass sie neue Wege am Ausprobieren sind, um Stille und Reflexion in den Ablauf des Sonntagmorgens einzubauen", schreibt Sabine Jäggi: "Nach der Verkündigung des Bibeltextes – durch Vorlesen, Hörspiel oder Anspiel – wird ein stiller Moment eingelegt, während dem alle Kinder und Leiter/innen sich überlegen, über was sie im gehörten Bibeltext staunen, was ihnen dazu für Fragen auftauchen … Erst nach dieser Stille wird das Plenum fortgesetzt und eine Anwendung für die Kinder an die biblische Botschaft angeknüpft." Sabine Jäggi wünscht mehr Mut zur Stille: "Hätten wir und unsere Kinder nicht mehr solche Stille nötig, die uns empfänglicher macht, die biblische Botschaft aufzunehmen und in der Beziehung zu unserem Schöpfer und Herrn zu wachsen?"
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