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Fussball oder Schule? |
Na, das ist ja wohl keine Frage, oder? Fussball ist doch besser als Schule! So denken bestimmt die meisten. Aber es gibt eine Menge Kinder, die lieber nichts mit Fussbällen zu tun hätten und dafür sehr gerne zur Schule gehen würden - wenn sie dürften!
In Pakistan gibt es sehr viele arme Familien, die nur dann genug zum Leben haben, wenn auch die Kinder mitarbeiten und Geld verdienen. Die elfjährige Shezadi und der zwölf Jahre alte Zahid aus der Stadt Sialkot zum Beispiel müssen jeden Tag Fussbälle nähen.
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Zahid und "seine" Fussbälle
In Sialkot und Umgebung werden fast alle Fussbälle auf der ganzen Welt hergestellt. Genauer gesagt: vier von fünf Fussbällen. Das liegt nicht daran, dass in Pakistan so viel Fussball gespielt wird. Die meisten Kinder – und Erwachsenen – spielen lieber Kricket. Aber die Arbeiter verdienen viel weniger Geld als bei uns, so dass die Bälle dort billiger hergestellt werden können.
Zahid schafft pro Tag meistens zwei Bälle. Dafür bekommt er umgerechnet nur ungefähr einen Franken. Seit zwei Monaten geht er immerhin nachmittags für ein paar Stunden zur Schule. Er findet: "Alle Kinder sollten die Möglichkeit haben zur Schule zu gehen!" Zahid möchte gern Arzt werden – weil die so viel Geld verdienen ...
Shezadi wird von ihrer Mutter und der älteren Schwester geschlagen, wenn sie nicht nähen will. Die Familie braucht einfach das Geld, das Shezadi verdient. Und eigentlich weiss sie das auch. "Wenn wir nicht arbeiten, wer gibt uns dann zu essen?", fragt sie. Seit sie neun Jahre alt ist, muss Shezadi Bälle nähen. Eigentlich würde sie gern später mal Lehrerin werden.
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Das ist Shezadi
Dass Kinder wie Shezadi und Zahid in Zukunft nicht mehr arbeiten müssen um die Familie zu ernähren, dafür setzen sich die Leute von der Firma gepa ( www.gepa.de) ein. Sie haben schon einige Fussball-Nähereien aufgemacht, in denen keine Kinder arbeiten dürfen. Alle Bälle, die dort hergestellt werden, werden nur von Erwachsenen genäht. So haben die Kinder Zeit zur Schule zu gehen.
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Nur Erwachsene sollen Fussbälle nähen
Aber das alleine hilft natürlich den Leuten dort nicht, denn dadurch haben sie ja noch weniger Geld als vorher, als die Kinder mitgearbeitet haben. Darum bekommen die Arbeiter in den gepa-Nähereien für jeden Ball ein bisschen mehr Geld als in anderen Firmen, so dass sie nicht mehr auf die Mitarbeit ihrer Kinder angewiesen sind und trotzdem genug Geld haben um die ganze Familie zu versorgen. Und so freuen sich hoffentlich bald immer mehr Kinder in Sialkot darüber, dass sie zur Schule gehen dürfen ...
In der Schweiz findet man die fair hergestellten gepa-Bälle in den claro-Läden (www.claro.ch).
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