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Herbst 2004: Gottes Wirken unter Kindern

Am 11. November 2004 besuchte die KiKo das Camp Rock in Degenau. Ein Schwerpunkt des Austausches war, einander zu erzählen, wo Gottes Wirken unter den Kindern erlebt wird. Eine Premiere feierte das KiKo-Treffen insofern, dass anlässlich des Tochtertages auch eine Tochter ihren in der Kinderarbeit tätigen Vater ans Treffen begleitete.

Camp Rock
In einer Hausführung durchs christliche Camp konnte man die gut eingerichteten Gruppenzimmer mit den amerikanischen Städtenamen und sogar den "Leiterhimmel" bestaunen. Andy Salathé, der Leiter des Camps, erzählte davon, dass nach seiner Campleiterausbildung in den USA das einzige, was vorhanden war, eine Vision eines solchen Camps war. Er und seine Frau verbrachten danach viel Zeit mit Gott. Zeiten, die heute noch das Camp Rock prägen. Mit viel Schwachheit und auf vielen Umwegen konnte das Camp schlussendlich gebaut werden. Camp Rock ist ein unabhängiger Verein, die Mitarbeiter engagieren sich in der lokalen Kirche.

Andy Salathé (Bildmitte) beim Rundgang

Leiterupdate
Im anschliessenden Austausch der Werks- und Verbandsleiter wurden einander neue Projekte vorgestellt und Infos weitergegeben. Aufgrund eines Bedürfnisses von Kindermitarbeitern vor Ort ergriff Ruedi Kündig vom Bibellesebund die Initiative, eine Liste der Werke zu erstellen, die sich im Bereich von Kinderwochen investieren (die Liste kann hier runtergeladen werden.). Spannend war auch von Projekten wie "Legostadt" und dem neuen Arbeitsmaterial "Guter Start-Treff" (beide vom Bibellesebund) zu hören. Initiativen wie ein Gebetsnachmittag des Basler Sonntagsschulverbandes im Münster zeigen, dass sich in der christlichen Kinderarbeit was tut. Vom reformierten KiK-Verband hingegen wurde festgestellt, dass an der Schulmaterial-Messe "Worlddidac" fast keine religiösen Anbieter zu finden seien. Ebenso auffallend sei auch, wie in den Unterrichtsmitteln fast nur noch "vergleichende" Religionskunde angeboten werde.

Angeregter Austausch

Kurse, Material und Bücher
Stetig wird von den KiKo-Werken neues Material entwickelt, so zum Beispiel das "Wortlose Büchlein", das es neu bei der KEB Schweiz als verblüffende Klappkarte gibt. Damit können Kinder ihren Freunden in einfacher Art von Jesus weitererzählen.

Auch in Sachen Ausbildung sind die Werke und Verbände am Puls der Zeit, so wird beispielsweise ein Seminar "Kinder aus fremden Kulturen erreichen" angeboten (siehe dazu auch das KiKo-Treffen vom Herbst 2000 in Basel zum Thema "Umgang mit Ausländerkindern"). Die Kinderstunde soll laut den Anwesenden zur "schönsten Stunde der Woche" werden, wie das ein Titel eines aktuellen Buches zu Kidstreff/Promiseland sagt.

Angelika konnte ihren Papi anlässlich des Tochtertages zum KiKo-Treffen begleiten

Für die Schule schrieb Angelika natürlich auch einen Bericht über das Treffen (ein Klick auf die Bilder öffnet sie in der Grossansicht ...)


Input: "Kinder brennen für Jesus"
In einem engagierten Input lud Gastgeber Andy Salathé die Anwesenden ein, das Ziel in ihrer Arbeit mit Kindern nicht aus den Augen zu verlieren. Er skizzierte dies kurz in drei Punkten:

1. Eigenverantwortung des Kindes wahrnehmen
Immer öfter geschieht es, dass Kinder selber vom Heiligen Geist überführt werden und sich ohne Gott als verloren erkennen. Eines dieser Kinder hatte zu Hause das Brennen, dass auch seine Eltern zum Glauben kommen. Kinder haben immer häufiger das persönliche Gebetsanliegen, dass sie nicht lau werden.

2. Gottes Gedanken und sein Herz für das Kind kennen
Es gibt einen heiligen Zorn Gottes über die fromme christliche Jugend - "ihr seid so gesättigt". Sein Feuer macht brennend, verbrennt aber auch das Fleischliche/Menschliche. Es geschieht aber auch immer mehr, dass Jugendliche radikal für Gott brennen und andere mit diesem Feuer anstecken. Gottes Anliegen ist, "... loszumachen die Kinder des Todes ..." (Psalm 102, 19-22). Gott hört das Seufzen der Kinder, der Todgeweihten, der Missbrauchten. Er greift ein. Kinder, die die souveräne Gnade Gottes erfahren haben, werden als Folge davon ihn preisen. Gott erbarmt sich über die Kinder - es ist ihm nicht egal, was die Kinder in der Schweiz erleben.

3. Vorbildfunktion
Es gibt Leute, die nicht mehr bereit sind, den Weg der Busse zu gehen. Ob ich das wahrhaben will oder nicht: Ich bin eine Vorbildfunktion, eine Ermutigung. Die Kinder sehen: "Ah, die Katrin glaubt immer noch an Gott!" Als Mitarbeitende in der Kinderarbeit haben wir mit der Zeit das Gefühl "Profis" zu werden. Wir sollen aber niemals Theoretiker werden und keinen technischen Glauben leben. So wie wir brennen für Jesus, das spüren die Kinder.
Jesus warnte die Leiter davor: "Wehe denen, die die Kinder vom Glauben abbringen/zum Fall verführen ..."
Den Emmausjüngern hat Jesus "Jesus" gepredigt! Ihr Ergehen dabei war: "Brannten unsere Herzen denn nicht innerlich, als er zu uns sprach und uns die Schrift öffnete ...?!" Wir sollen wegen und für Jesus brennen und nicht weil wir Vorbilder sein sollen.

Was Gott tut unter den Schweizer Kindern
Viele ermutigende Erlebnisse aus der Kinderarbeit kamen in der Runde zusammen, als die Anwesenden über das Wirken des Heiligen Geistes unter den Kindern sprachen:
-- Drei Mädchen haben an ihrer Schule von sich aus in der 10-Uhr-Pause eine Pausenjungschar unter Viertklässlern gestartet. Sie setzen sich mit grossem Engagement dafür ein.
-- Ein Kind hörte davon, dass es drum gehe, sein Leben mit Jesus zu verknüpfen (wie zwei Fäden), damit das Leben in die Ewigkeit reicht. Der Knopf sollte das Festmachen mit Jesus darstellen. Kurz darauf bat das Kind: "Papi, hilfst du mir? Jetzt will ich den Knopf machen." Vieles in unserem Dienst kriegen wir nicht mit. Nicht nur das Sichtbare zählt.
-- Es braucht manchmal auch die direkte Herausforderung: "Glaubst du an Jesus?" Zwei Jungs haben sich aufgrund einer solchen direkten Frage für ein Leben mit Jesus entschieden.
-- Durch Kinder finden Eltern zum Glauben. Erwachsene kommen nach 20 Jahren auf den Campingplatz, wo sie - wiederum damit konfrontiert - zum Glauben kommen.
-- Es wird erlebt, wie gläubige Kinder "Eindrücke" haben, das umsetzen und anderen von Jesus erzählen, ihnen Gebet anbieten und Heilung erleben usw. So bekam ein Junge ein "Bild" von Gott, woran er den Heilsweg Gottes ganz einfach erleben konnte.
-- Die Zusammenarbeit mit Kindern nimmt zu. Es ist wahnsinnig viel Potenzial unter den Kindern da! Wir müssen weg kommen vom Programmorientierten, hin zum Beziehungsorientierten. Gemeinsam Gott entdecken und erleben.
-- Das evangelistische Anliegen der Kinder ist erstaunlich. Kids machen einen Jesus-Nachmittag und laden mit einem Kuchen andere Kids ein. 20 Kinder sind im Evangelisations-Workshop und 40 Kids wollten einen Strasseneinsatz machen.
-- Kinder in die Eigenverantwortung führen, so dass die Kids uns überflügeln. Dadurch hat man zwar das Programm weniger im Griff. Aber andererseits steht man sonst wohl den Kindern häufig vor ihrer Berufung.
-- Bei den tropischen Pflanzen sind die Blätter, die hinterher kommen, grösser! Das soll auch in der Kinderarbeit stattfinden.
-- Es herrscht heute eine grosse Not: Die Kinder sind hin- und hergerissen - wahrscheinlich auch, weil die Erwachsenen so häufig in zwei Welten leben.
-- Es geht drum, mit den Kindern zu LEBEN.
-- Singen als Chance: Melodie und Text verknüpfen sich.
-- Den Kinder Gottes Wort lieb machen. Kinder lesen Hiob, Sprüche. Der Heilige Geist öffnet den Kindern auch Gottes Wort. Und es gibt heute auch das Jesus-Video in vielen Sprachen von Ausländerkindern.

Der Fotograf vor dem Camp-Rock - fotografiert von seiner Tochter

Text: Niklaus Mosimann; Fotos: Ruedi Kündig und Niklaus Mosimann, 2004.

Kontakt: Die Adresse des Referenten kann erfragt werden unter:

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